Qigong Lehrerausbildung

Die hier angebotenen Lehrerausbildungen gliedert sich in zwei Ausbildungsphasen. In der ersten Ausbildungsphase steht die praktische Eigenerfahrung über zwei Jahre, in der die Vermittlung und Vertiefung verschiedener Übungsformen des bewegten und stillen Qigong im Vordergrund stehen. In dieser Zeit werden zusätzlich Grundlagen aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der westlichen Medizin vermittelt und in das praktische Üben mit einbezogen. Dieses Vorgehen ermöglicht eine individuelle Betreuung und Schulung der Teilnehmer/innen und damit eine solide Grundausbildung.

Die zweite Ausbildungsphase vermittelt die klinik-spezifischen Aspekte der Qigong Praxis zu den Bereichen Bewegungsapparat, Herz- und Kreislaufsystem, Atemwegssystem, Nervensystem, Schmerz und Diagnostik der TCM. Zur Schulung der Lehr- bzw. Unterrichtsfähigkeit findet eine begleitende Supervision in Pädagogik und Methodik des Unterrichtens während dieser Ausbildungsphase statt.

Die Qigong Lehrerausbildung hat ihren Schwerpunkt in der fundierten praxisrelevanten Vermittlung der TCM und westlichen Medizin mit klinisch-spezifischen Aspekten.

Die dreijährige Ausbildungszeit beinhaltet 24 Wochenenden sowie drei Qigong Intensivwochen und ist ein in sich abgeschlossener Ausbildungsgang.

Im Rahmen einer Langzeitausbildung kann nach Abschluss der Qigong Lehrerausbildung die dreijährige Taijiquan Lehrerausbildung angeschlossen werden. Zur weiteren Fortbildung können jährliche Weiterbildungsangebote in Form von Wochenenden und Intensivwochen belegt werden. Hierdurch wird eine langfristige Ausbildung gewährleistet.

Im Kontrast vieler angebotener Ausbildungen im Bereich Qigong zielt die hier vorgestellte Ausbildung auf die Langzeitbetreuung und fundierte Basisvermittlung des Einzelnen ab. Sollte ein kürzer Ausbildungsweg existieren, der eine fundierte Ausbildung gewährleisten könnte, würden wir diesen anbieten!

Entgegen der zunehmenden Orientierung am Ausbildungsmarkt für Qigong sehen wir das vorgelegte Angebot als eine klare Gegenüberstellung zu Kurzausbildungen oder sogenannten Kursleiterausbildungen, die sich eher am niedrigen Niveau der Klienten zu orientieren scheinen und aus unserer Sicht keine solide Basisvermittlung gewährleisten können. Lernen bedeutet Zeit dafür zu haben Neues aufzunehmen und nicht komplexe Zusammenhänge derart zu vereinfachen, dass es möglich zu sein scheint „Qigong in 5 Minuten“ zu lernen oder ohne „Qualitätseinbußen“ zu vertiefen. Nicht von ungefähr wird von so vielen namhaften „alten Meistern“ des Qigong berichtet, dass sie in den ersten 7-8 Jahren ihrer Ausbildung täglich zwischen 6-8 Stunden täglich trainiert hätten. Wie könnte es sein, dass der westliche Mensch auf einmal Techniken entwickelt hat, die alleine diese genannte Ausbildungszeit auf wenige Wochen/Monate verkürzt und vor allem, dass dabei ein ähnliches „Produkt“ entwickelt wird?

Jeder der sich zu dem Vorausgegangen mit einem „ja“ äußern kann, ist für die nächsten drei Jahre herzlich willkommen!